St. Johannes der Täufer

Die Gottesdienstzeiten im außerordentlichen Ritus in der Kirche St. Johannes der Täufer (Venne):

► jeden 2. Samstag im Monat um 10.30 Uhr

Anfahrtsweg

Adresse:

St. Johannes der Täufer
Senden-Venne Nr. 2
48308 Senden

So finden Sie den Weg zur Kirche St. Johannes der Täufer (Venne):

St. Johannes der Täufer
Karte von © OpenStreetMap-Mitwirkende

Es gibt eine Busverbindung von Münster ins Venner Moor (Suche z.B. von Münster (Westf), Hauptbahnhof, nach Senden (Westf), Venne Kirche, Ankunft 10.30 Uhr).

Historisches zur Venner Kirche (St. Johannis)

Kirche St. Johannes der Täufer in Venne / Senden
St. Johannes-Kirche in Venne / Senden
Die Kirche liegt mitten im Venner Moor und wurde in der Zeit zwischen 1242 und 1249 erbaut. Ab dem Jahr 1249 diente sie als Kirche des Hospitals St. Johannis. Ihre erste urkundliche Erwähnung findet die Kapelle Sankt Johannes der Täufer bereits im Jahr 1255 in einer Urkunde des Magistrates der Stadt Münster. Spätestens ab 1290 wird Venne (zu deutsch: Moor) ausdrücklich als Pfarrei bezeichnet. Die Kirche erlebte mehrere Umbau- und Renovierungsarbeiten in den Jahren 1825, 1885, 1902 und 1965. Bis zur Fusion mit den Gemeinden St. Laurentius Senden, St. Johannes Baptist Senden-Bösensell und St. Urban Senden-Ottmarsbocholt im Jahr 2011 zur neuen Kirchengemeinde St. Laurentius in Senden war St. Johannes der Täufer Senden-Venne die kleinste Pfarrei des Bistums Münster.

Wer war Johannes der Täufer?

Heiliger Johannes der Täufer
Heiliger Johannes der Täufer
Der Überlieferung nach war Johannes der Sohn von Elisabeth (eine Verwandte Marias) und Zacharias. Er wurde ein halbes Jahr vor Jesus geboren.

Johannes trat ab etwa 28 n. Chr. in Galiläa und Judäa als jüdischer Buß- und Wanderprediger auf. Er verkündete er am Jordan die Ankunft des von den Juden erwarteten Messias und spendete die Bußtaufe mit Wasser, die symbolisch für die Rettung im kommenden Weltgericht stand. In der christlichen Tradtion wird Johannes als der letzte große Prophet der alttestamentlichen Tradition und als Wegbereiter Jesu gesehen. Laut den Evangelien lebte er in der Wüste, trug einen Mantel aus Kamelhaaren und ernährte sich von wildem Honig sowie Heuschrecken. Johannes wurde von König Herodes Antipas gefangen genommen, weil er dem König seine unrechtmäßige Beziehung zu dessen Schwägerin Herodias vorgeworfen hatte. Dann überredete Herodias ihre Tochter Salome von König Herodes Antipas die Enthauptung zu verlangen. Auf diese Weise wurde Johannes der Täufer hingerichtet und Salome brachte der Mutter das Haupt auf einer Schale. Neben den biblischen Schriften wird Johannes der Täufer auch vom jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus erwähnt.

Seinen Gedenktag begeht die katholische Kirche jährlich am 24. Juni. Dieses Datum wird von den Angaben im Lukasevangeliums errechnet (drei Monate nach Mariä Verkündigung und sechs Monate vor Weihnachten).
Zum festen Brauchtum am Johannestag gehören seit alter Zeit die Johannes- oder Sonnwendfeuer (Feuer als Symbol für die Sonne und für Christus), die häufig mit Tänzen verbunden sind und ihren Ursprung in heidnischen Traditionen haben.

In Kunst und Ikonographie wird Johannes der Täufer häufig mit einem Fellgewand, Spruchband „Ecce Agnus Dei“, Taufschale, Kopf auf Teller oder einem Lamm als Heiligen-Attributen dargestellt.
Der heilige Johannes wird traditionell u.a. als Schutzpatron der Architekten, Maurer, Gastwirte, Gerber, Färber, Fassbinder, Hirten, Bauern, Kürschner, Sänger, Tänzer, Musiker, Sattler, Schneider, Schmiede, Schornsteinfeger, Steinmetze, Weber, Winzer und Zimmerleute verehrt.
Ebenfalls wird seine Fürsprache bei Angstzuständen, Epilepsie, Alkoholismus, Kopfschmerzen, Krämpfen, diversen Kinderkrankheiten sowie bei Hagel angerufen.

Weitere Informationen zum Leben und Wirken des hl. Johannes finden Sie in folgendem Beitrag: Johannes der Täufer.