Mundkommunion wieder erlaubt

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, das ab sofort im Bistum Münster die Mundkommunion in der außerordentlichen Form des römischen Ritus wieder gespendet werden darf. In der Kirche St. Aegidii besteht im Gottesdienst nun wieder die Möglichkeit des Kommunionempfangs, wobei zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Covid-19 Virus folgende Hygieneregeln einzuhalten sind:

  • Der Priester desinfiziert sich vor der Austeilung der hl. Kommunion die Hände.
  • Während der Spendung der hl. Kommunion trägt der Priester eine Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Die Gläubigen treten zum Empfang der hl. Kommunion einzeln zur Kommunionbank vor und halten den Mindestabstand von 1,5 Metern ein.
  • Die übliche Spendeformel wird einmal vom Altar aus laut gesprochen und beim Austeilen nur geflüstert.
  • Dem Priester wird empfohlen, nach jeder Einzelkommunion die Finger in einem bereitstehenden Gefäß zu desinfizieren.
  • Sollte der Priester während des Kommunionausteilens die Zunge bzw. Lippen eines Kommunikanten berühren, desinfiziert er sich immer die Finger.
  • Gläubige, die Erkältungssymptome zeigen, bleiben dem Besuch der Messfeier fern. Insbesondere verzichten sie auf den Empfang der Kommunion.
  • Während des gesamten Gottesdienstes halten alle Gläubigen die geltenden Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere hinsichtlich des Mindestabstandes in den Bänken, ein.

Bedingungen für den Kommunionempfang

Um die hl. Kommunion empfangen zu dürfen, müssen drei Bedingungen erfüllt werden:

  1. Die Zugehörigkeit zur römisch-katholischen Kirche: Wer kommunizieren möchte, muss durch das Taufsakrament in der heiligen Kirche Gottes aufgenommen worden sein und den Glauben leben. Wer kommuniziert, bekennt sich dadurch zum katholischen Glauben. In bestimmten Fällen darf die hl. Kommunion auch Christen gespendet werden, die nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber den Glauben an die Eucharistie mit ihr teilen. (vgl. Kirchenrecht, can. 844)
  2. Der Stand der Gnade: Der Empfang der heiligen Kommunion soll mit reinem Herzen geschehen, das heißt es darf vor der Kommunion keine schwere Sünde begangen worden sein, die nicht gebeichtet wurde. Das Bußsakrament sollte nicht allzu lange zurückliegen. Liegt ein schwerwiegender Grund vor und es besteht keine Gelegenheit zur Beichte, muss man sich der Verpflichtung bewusst sein, einen Akt der vollkommenen Reue zu erwecken, der den Vorsatz mit einschließt, sobald wie möglich zu beichten.
  3. Die Nüchternheit: Vor dem Empfang der hl. Kommunion hat der Gläubige mindestens eine Stunde lang nüchtern zu sein. Ausnahmen bilden Wasser und die Einnahme von Medikamenten.
    Ursprünglich waren die Kommunikanten verpflichtet, vor dem Empfang der hl. Kommunion ab Mitternacht des Tages nüchtern zu bleiben. Papst Pius XII. hat diese Frist am 19. März 1957 mit dem Motu proprio Sacram communionem auf drei Stunden für feste Speisen sowie alkoholische Getränke und auf eine Stunde für nichtalkoholische Getränke verkürzt. Mit der päpstlichen Anordnung Die XXI mensis wurde die eucharistische Nüchternheit im Jahr 1964 schließlich auf wenigstens eine Stunde verkürzt.

Diese Bedingungen erreichen, dass die Gläubigen sich an Leib und Seele bereit machen für den Empfang des Herrn und ihm somit würdig werden, so dass wir den Herrn innerlich, wie auch äußerlich gebührend empfangen.


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